Rückblick vom 12.11.25: Drohnenkrieg – Drohnenabwehr – Drohnentechnik – und die Veränderung des Krieges

Informationen zum Event:

Besuch von Herrn Oberstleutnant Michael Karl aus der Führungsakademie der Bundeswehr erhielt der Offizierverein Wuppertal e. V.  am 12. November 2026. Mit tiefgreifenden Kenntnissen und Kontakten aus dutzenden Reisen ins Ausland, in die Ukraine die USA, insbesondere zu Fragen des Einsatzes von Drohnen, stellte er seine Sicht der Lage dar.

Seinen Ausführungen nach gab es schon 1978 im Verteidigungsministerium ein Papier über Kampfdrohnen. Später, in Jugoslawien und in Afghanistan setzten die USA Drohnen ein. In Libyen und Syrien erfolgte der Einsatz u.a. schon gegen Menschent. Im armenisch-aserbaidschanischen Krieg wurden sie dann zur mitentscheidenden Waffe und als 24-Stunden-Beobachtungs-/Kampfmittel eingesetzt.

Drohnen fliegen heute im Weltall und in Vorgärten, in Meter-Maßen bis zu wenigen cm und mit sehr langer oder sehr kurzer Einsatzdauer. Drohnenschwärme sind im Internet kaufbar. Infanteristen tragen  Drohnen zur Aufklärung aber auch mit Bewaffnung (sprengen, schneiden).

Die Führung von 1000 Drohnen über Kontinente hinweg ist heute problemlos möglich.

Oberstleutnant Karl erläuterte, dass 92% aller Drohnen in China hergestellt werden und das China eine See-Kampfdrohne entwickelt hat, die 45 cm über der Oberfläche fliegt und dadurch die Abwehrzeit eines Ziels auf 1 Minute reduziert.

Er wies darüber hinaus darauf hin, dass es in Deutschland insgesamt mehr als 500.000 Drohnen, meist zum privaten Gebrauch gibt.

Die daraus resultierende Problematik der Drohnenüberflüge über Flughäfen ist hinlänglich bekannt.

Bei der Entwicklung von Konzepten zur Drohnenabwehr sind Wirksamkeit, Entwicklungsfortschritte, Kosten sowie die Möglichkeit von Kollateralschäden zu beachten.

Wenngleich auch die NATO-Staaten ihre Drohnenarsenale verstärken, so wirkt sich nach Ansicht des Referenten die Zeitenwende noch nicht ausreichend in der Waffenproduktion aus.

Deutschland ist daher aufgefordert, wirksame Konzepte zur Drohnenabwehr im militärischen und zivilen Bereich zu entwickeln, um der Gefahr von Drohnenangriffen und Ausspähversuchen wirksam begegnen zu können.

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