Rückblick vom 16.09.26: Der Jemen – Konflikt und die Situation im Roten Meer

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„Der Jemen – Konflikt und die Situation im Roten Meer“

war am 16.09.26 das Thema des Vortrages in den Räumen der Gesellschaft Concordia in Wuppertal. Frau Dr. Marie-Christine Heinze, verantwortliche Redakteurin der Jahrgangshefte der Deutsch-Jemenitischen Gesellschaft, gab den zahlreichen Besuchern Einblick in die brisanten aktuellen Geschehnisse. Ereignisse, die in geographischen, geschichtlichen und bevölkerungspolitischen Entwicklungen gründen.

So leben ca. 70% der Bevölkerung von vermutlich ca. 41 Millionen (vor 10 Jahren noch ca. 26 Mio.) im westlich gelegenen Bergland, während der Osten in Wüste übergeht, allerdings Ölquellen aufweist. Im nördlichen Bergland sind die Huthis beheimatet, die, religiös geprägt, die 1000-jährige Herrschaft der Imane forttragen.

Die Huthis sind kein Stamm, sondern sie gründen sich auf Familienverbindungen, ihre Führer verweisen auf Stammbäume bis zum Propheten Mohammed. Sie verfolgen vordringlich ihre eigenen Interessen, die sich seit einigen Jahren mit denen des Iran (auch als Schiiten) decken. Wirtschaftlich bedrängt, da  nur 4% des Landes landwirtschaftlich nutzbar sind. Der größte Wirtschaftszweig ist die Fischerei, ihr Hafen jedoch internationalen Sanktionen unterworfen. Die Huthis regieren ihr Gebiet mit harter Hand und der Hunger ist alltäglich. Im Süden und Osten des Landes ist die Notlage noch schlimmer, die dortige international anerkannte Regierung hängt am Geldtropf Saudi-Arabiens.

Dieser Einblick in die Geographie und Geschichte des Jemen zeigte die Verstrickungen in diesem Raum, die den Jemen wie auch die Nachbarstaaten und selbst Europa, Deutschland hart treffen, aber keine klaren Lösungen erkennen lassen.